Saisoneröffnung 2011 Sehnsüchtig haben wir diesen Zeitpunkt herbeigesehnt: die Bäume schlagen aus, die Vögel zwitschern; es duftet nach Frühling, und da ist wieder das Gefühl: Unruhe, Kribbeln in den Extremitäten und eine unbändige „Burschenlust auf die weite weite Welt“. Unzweideutig:  Die Saison ruft. Und es passt mal wieder alles: kein Wölkchen am Himmelszelt, milde Temperaturen, trocken. 11 Knights und 4 Sozialpartner von BKG 17 machen sich am Samstag, dem 16.April 2011- wie üblich vom  Autohof Senden aus - mit 12 Töffs auf den Weg nach Rinteln-Castle zum diesjährigen BKG 17-“Saison-Eröffnungs-Powwow“. Leider musste unser Ingrid krankheitsbedingt kurzfristig absagen; sie hütete mit Frust, Wärmflasche und Pillen das Bett. Zwei angesagte Gäste konnten ebenfalls nicht auflaufen und so versammelten sich letztlich: Barney & Kiki Lui Vatti & Moni Volker & Uli Walter & Nicole Franz Willi Günni Karsten HansH Klaboe (Chronist). Alle sind pünktlich, so dass sich die Entourage um 10:05 Uhr in Bewegung setzen konnte. Barney präsentierte sich das erste Mal ganz offiziell in seiner Debütrolle als BKG 17-Lotse und -Topograf; dieses Mal mit Garmin-Hightech-Navi.... Na, und? - wie war`s???  Es lief wie geschmiert!!!! Es war ein weiser Beschluss, Barney ein  solch wichtiges Amt zu übertragen. Zunächst passieren wir Albachten. Vorbei an Tilbeck schlagen uns gen Norden nach Greven durch, um dann bei Saerbeck knirsch nach Osten über Kattenvenne in Lienen einzufallen. Hier erwischt uns erst einmal eine Konjunkturpaket II-Falle -  dergestalt , dass uns die geplante Weiterfahrt unzweideutig untersagt wird. Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Beschilderungen gelegentlich Makulatur sind und ignorieren den Hinweis. Bestärkt durch eine uns entgegenkommende größere Motorradtruppe fahren wir weiter und werden dann doch noch hart an einem Oxer mit Hindernisstange gestoppt. Wir befinden uns auf einer Ausfallstraße, die uns eigentlich nach Iburg bringen sollte. Aber das können wir uns erst einmal von der Backe streichen. Watt nun??!!! Lucas der Quadfahrer In unserer Höhe, seitlich links, befindet sich ein kleines bäuerliches Anwesen, das über einen schmalen Anrainerweg erschlossen ist. Oberhalb nichts als pure bäuerliche Scholle. Aber da flitzt plötzlich so ein kleiner Wichtelmann auf einem Mini-Quad herbei und schaut uns erwartungsvoll an. Barney schließt zu ihm auf und erkundigt sich, ob es eine Ausweichmöglichkeit gibt. Der kleine Fuzzi reißt sein Quad herum und drischt los; wir: ungläubig, skeptisch... zögern noch. Doch der Knie-Bold kennt sich auf seiner Krume aus: hält kurz an, taktische Zeichen: „Folgen“ und schlingernd und eiernd tasten wir uns auf dem Feldrain vor und folgen ihm. Der Bursche ist ein auf seinen „Quadrorota „  ein alter Hase und macht eine gute Figur. Lui passiert ihn als Vorletzter, beugt sich noch fahrend zu ihm runter und klatscht ihn anerkennend ab. Hei, das gefiel dem Kleinen und seine Begeisterung war ihm sichtlich anzusehen. Der kleine Bub wird uns nicht mehr aus dem Kopf gehen – aber davon später...! Wir finden wieder Anschluss an das Landes-Straßennetz; allerdings muss Barney aufgrund dieses Trails seine Route ändern.: Bereits auf der Hinfahrt driften wir durch die Teuto-Serpentinen, die uns unser Pathfinder eigentlich erst auf der Rückfahrt auftischen wollte. Wir passieren die engen Klatsch-Kurven, lassen Holperdorp hinter uns und gelangen schließlich    nach Bad Iburg wo wir unser geschundenes Sitzbein so gegen 12 Uhr am Charlottensee Grill lüften können.  Aber zuerst steuern wir den weiträumigen Parkplatz Ecke Holperdorfer Str./Charlottenburger Str. an, wo sich mindestens 100  - wenn nicht sogar mehr – Mopeds jeglicher Couleur aufgestellt hatten. Sie kamen allesamt aus dem Kreis COE. Nachdem wir uns erst einmal der Fleischeslust hingegeben und uns tüchtig gestärkt hatten, gings dann weiter über Hilter, Wellingholzhausen,  Sankt Annen, Spenge, Enger, vorbei an Herford, Bad Salzuflen, Kircheide, Talle und einigen anderen Käffern, machen ein Schlenker  nach Dorentrup, weiter nördlich nach Lassbruch. Um 16:15 Uhr und nach 197 km (ab Autohof Senden)  war dann schließlich Rinteln und das Blue Castle in sight Und abends im Städtchen, da kehr´ ich durstig ein: Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein! Und jetzt: Zimmerbezug, und......um 16:43 Uhr dekantiert Otti (meine) die erste Flasche Rotwein... „Hallo“ sagen, das Begrüßungskommitee in Form von Otti, Axel, Chilli und Hermy „hugen“ und betatschen und dann den Tag Revue passieren lassen...so lässt es sich trefflich aushalten. Zwischendurch gibt es auch noch die obligatorische getragene Begrüßungsansprache. Und nun fährt Otti auf: Er kredenzt uns ein äußerst üppiges, schmackhaftes und kalorienreiches Abendmenue, über das sich dann alle lustvoll hermachen. Beweis: hier Da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt: Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt! Und dann um 19:12 Uhr erschallt erstmalig kraftvoll die BK-Hymne ….lauter und kräftiger denn zuvor aus den rauen Männerkehlen der Bremer, so Otti,: „Denen müssten jetzt eigentlich die Ohren klingeln“. Weitere a capella-Versuche folgen im Laufe des Abend.  Otti köpft für mich noch eine weitere Flasche des süffigen Dornfelders. Wegen „Überfüllung“ schließe ich dann um 22:30 Uhr mein Protokoll. Der nächste Morgen begann – wie üblich – mit einem üppigen Frühstück.  In all der Zeit sorgte der kleine Quad-Pilot vom Vortag für permanenten Gesprächsstoff. Lui schlug dann spontan vor, auf dem Heimweg nochmals einen Abstecher nach Lienen zu unternehmen, um die Adresse des Buben in Erfahrungen zu bringen. Ein Patch und gfls. auch ein Wimpel unseres Chapters sollten wir eigentlich dem Jungen als kleine Anerkennung zukommen lassen. So beschlossen und verkündet machen wir uns auf die Rückreise: Rinteln, Eisbergen, Porta Westfalica, überqueren die Weser, folgen der L 876 über Barkhausen, Lutter, Bergkirchen , Wulferdingsen bis nach Bad Essen, runter nach Oldendorf bis Bissendorf wo wir uns gegen 12:15 erst einmal an einem Eis labten. Über Borgloh, Wellendorf, Bad Iburg, Holperdorf stoßen wir wieder auf Bad Iburg. Dort angekommen legt das Kollektiv eine schöpferische Pause ein, derweil Lui einen kurzen Abstecher zu unserem kleinen Protagonisten unternimmt. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der besagten Lokalität um das Anwesen der Großeltern bzw. des Onkels handelt. Lucas heißt der Bub, der nach Auskunft der Familie wohl einen recht schwierigen Start ins Leben hingelegt hatte. Daher hatte die Familie dem Kleinen auch wohl das Quad geschenkt, um sein Selbstvertrauen zu stärken und ihn etwas aufzubauen. Er sei von unserem Zusammentreffen derart begeistert gewesen, dass im Verlaufe des Tages sein Herz schier überquoll und er von nichts anderem sprach, als davon, dass er sogar „abgeklatscht“ worden war. Am 5.Mai wird Lukas 10 Jahre alt,  und Lui wird dem Bub rechtzeitig unser Patch nebst Wimpel und einer kleinen Anerkennungsurkunde zukommen lassen. Vielleicht bekommen wir ja noch ein feedback....Jedenfalls haben wir einen neuen Freund gewonnen. Von Iburg ist´s dann auch nicht mehr gar so weit bis Buldern, wo wir unseren Ausflug in gewohnter Weise auf der Bikers Farm beenden. Es war, dank unseres RC Barney  und dem gastfreundlichen Chapter derer von Rinteln wieder einmal ein gelungener Saisonauftakt, der uns noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. RWP Klaboe Chronist BKG 17 Hier gibts den Brief an Lucas!! DOWNLOAD Mitglieder Forum Archiv Sonstiges
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