Moseltour „himmlische Moseltröpfchen“ Es war beschlossene Sache: die diesjährige Chaptertour im Zeitraum 27.-30. August sollte an die Mosel führen. Ecki, von der Entenpolizei,  hatte schon diverse Moselerfahrungen und konnte gleich mit einer entsprechenden Bleibe aufwarten: Hotel zur Post in Klotten Am Anfang waren es 21 „kleine Negerlein“.......dann waren`s nur noch 15, denn krankheitsbedingt mussten kurzfristig Holk & Sonja, Manni & Hetti, Jorge & Partnerin absagen. Letztlich waren es 15 wetterresistente, knallharte Knights, die sich allen schlechten Prognosen zum Trotz auf den Weg machten: Barney: Pathfinder Kiki Heike, Ecki & Birgit Olaf Olli Bernd Michael Hans Vatti & Moni Volker & Uli KlaBoe MOZ wie üblich: Autohof Senden, 09:30 Uhr und pünktliche Abfahrt um 10 Uhr MESZ. Es sah so aus, als hätte der Wettergott ein Einsehen mit uns und eine Pause eingelegt. Denn schließlich hatte es die Tage zuvor ohne Ablass geschüttet. In böser Vorahnung kündigte Kiki schon einmal an, von 2Rad-Honda auf 4Wheel-Ford umzusteigen, sollte es weiterhin aus Eimern schütten. Für drei weitere „Weicheier“ böten sich mithin die Möglichkeit noch zuzusteigen. Aber an diesem Tag schien es anders zu kommen: der Himmel riss auf, es zeigten sich kleine blaue Öffnungen am Himmelszelt, und Kiki kam mit Moped:  Mit ihr im PKW zu cruisen fand offensichtlich keine Anhänger. Und so froh und heiter eingestimmt ging´s dann gemeinsam auf die Reise. Es sollten nach Barney`s „TIM-TIM GPS“ eigentlich ca. 345 km und ETA  (mit Pausen)  so gegen 18 Uhr werden. Ab Höhe Kraftwerk Hamm begann es dann sich einzuregnen. Vom leichten Nieselregen  ging es allmählich über in heftige Schauer, es regnete Bindfäden. Derartige Wassermassen konnte Olli`s Yammersaki augenscheinlich nicht verkraften:  sie wollte einfach nicht mehr.  Feuchtigkeit hatte wohl  die  Zentraleinheit genässt, so dass die Elektrik voll ausstieg und Olli`s  „Hightech-Molle“ bei einem freundlichen Zeitgenossen zum Trocknen abgestellt werden musste. Er verzichte daraufhin auf weitere Bewässerungen und Umwege und kündigte an, direkt zu unserer Herberge in Klotten durchzustarten.  Indes mutmaßte Volker,  dass Olli einfach nur den Killschalter betätigt hatte, weil er die    Permanetberieselung einfach leid war und nicht weitere Umwege fahren wollte. und dann waren es nur noch 14..... Den ersten Trocknungversuch legten wir dann gegen 12:30 Uhr in dem Cafe /Kiosk des Campingplatzes am Amecker Damm, Sorpesee, ein. Endlich die kalten und klammen Greifer an einer heißen Tasse Kaffee oder Kakao wärmen, Handschuhe ausgießen und auswringen. Besser war der dran, der eine Griffheizung hatte (natürlich (m)eine 1200 GS !!!) Nach dieser Labung wurden wieder die Kräder bestiegen und die Tour ging weiter durch den herrlichen Naturpark Ebbegebirge. Unterwegs sahen wir die Auswirkungen der Regenmassen, die in den letzten Tagen und Stunden runter gekommen waren: aus kleinen idyllischen Rinnsalen entwickelten sich reißende Bäche, Menschen die vor ihren Häusern und Gehöften standen und hilflos zusehen mussten, wie sich die Wassermassen  über ihr Grundstück ergossen und Keller und tieferliegende Garagen fluteten. Da auf vielen Straßen zudem die Gefahr des Aquaplanings bestand und Split und Geröll auf die Straßen gespült wurde, gestaltete sich unsere Fahrweise ziemlich moderat. Bodenhaftung war das erste Gebot. Nächstes Etappenziel sollte das Landhotel Repetal in Attendorn-Niederhelden sein, wo uns Barney zum Mittagessen angemeldet hatte. Tücken bei der GPS-geführten Navigation... offenbarten sich, wenn auf der vorgeplanten Strecke Straßen z.B. wegen Bauarbeiten gesperrt waren. Man konnte sich „drehen und wenden“ wie man wollte, geduldig  führte uns „Chantal“   unweigerlich wieder zurück an den letzten Abzweigpunkt. So geschah es uns  dann erneut kurz vor unserem Etappenziel. Die Ausfahrt eines Kreisverkehrs war gesperrt. Wir waren kurz vor dem Ziel, Umleitempfehlungen weit und breit nicht zu sehen. Chantal wollte uns auf Biegen und Brechen auf diese Straße führen. Barney versuchte eine Umfahrung. Irgendwo in der Pampas gibt Barney auf, TIM-TIM  gibt völlig diffuse Anweisungen. Und jetzt schlägt ALDI-GPS große Stunde...Mein Medion gibt klare Anweisungen, ein paar mal . rechts, ein paar mal links und hurra... wir sind angekommen.......allerdings wieder am Ausgangspunkt – an demselben Kreisverkehr. Aber ich lasse mir nichts anmerken; ich ignoriere die Anweisungen meiner Chantal und zielgerichtet und wie selbstverständlich geleite ich die Truppe auf den Parkplatz neben der Ausfahrt. Ich hatte nämlich die Beschriftung des Haus erspät: „Landhaus im Repetal“. Indes,  der Wirt wusste nichts von einer Vorbestellung, und es zeigte sich, dass es ein Restaurant mit ähnlicher Bezeichnung etwas oberhalb gab und zu dem uns Chantal ja eigentlich auch führen wollte: „Landhotel Repetal“ Wir ignorieren jetzt die Straßensperrung und siehe da, vor uns das gesuchte Etablissement. Da Barney uns einige Tage zuvor die Speisekarte des Hauses zugestellt hatte und wir eine Menueauswahl treffen konnten, war das wirklich leckere Essen schnell serviert und verputzt. Es konnte gar nicht besser sein: Die Wolkendecke gab wieder mal die Sonne frei; es reichte sogar dazu, die äußere Schale ein wenig zu wärmen und anzutrocknen. So gegen 15:30 Uhr machte wir uns wieder auf den Patt. Die Freude währte aber nicht lange, denn jetzt fing es wieder an zu schütten wie aus Eimern. Bis Koblenz hielten wir durch. Dort wurde erst einmal eine Tankpause eingelegt. Barney schlug angesichts des Wetters vor, nunmehr den schnellsten Weg unter Einbeziehung von Autobahnen einzuschlagen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Einfach stehen und schnöde im Stich gelassen.... so mussten sich Heike und Bernd gefühlt haben, als sich die Truppe einfach mir nichts dir nichts in Bewegung setzte, während Heike gerade dabei war ihr“Kleid zu ordnen und Rouge aufzulegen“:-). Ich war ja eigentlich als Letzter in der Kolonne der  Aufsammler und gewissermaßen verantwortlich  für den Zusammenhalt der Truppe!!! Nach einer Weile auf der BAB bemerkte ich, dass mir der kleine kecke Zopf, der bislang immer treu vor mir her fuhr und immer darauf geachtet hatte, dass der Oldie immer schön dranbleibt, fehlte. Na, vielleicht will sie mal eine Spitzenposition (wie künftig dienstlich) einnehmen und hat sich sicherlich nach vorn gemogelt, dachte ich mir. Aber auch da konnte ich sie nicht äugen, so dass ich bei einem Stau auf das Fehlen von Heike aufmerksam machen konnte. Auf den Standstreifen fahren, anhalten und simsen: Heike hatte noch Bernd im Geleit; dessen Fehlen hatte ich noch gar nicht bemerkt. Beide wollten nun auch ohne Umwege direkt nach Klotten fahren. und dann waren es nur noch 12..... Irgendwann war auch die Autobahn zu Ende und es ging weiter über Land. Also der schnellste Weg schien es mir nicht gewesen zu sein, geschweige den der kürzeste :-))). In der „Walachei“ war es dann mal wieder soweit, dass ich mit meinem Aldi-GPS „aushelfen“  durfte. Um es abzukürzen: Wir kamen an!!! Der Chronograph zeigte ca. 20:30 Uhr, der Tacho etwas über 400 km. Heike, Olli und Bernd betonten mit dem Unterton eines Anfluges von Ironie, wesentlich  früher angekommen zu sein, hatten sich die besten Zimmer ausgesucht  und zogen sich schon mal die ersten Lowinen rein. Wir wurden natürlich freudig begrüßt :-) Moped abstellen, nasse Klamotten aufhängen, Lederbier einflößen, Zimmer belegen, duschen, Abendrobe anziehen und ein vorzügliches Menue einnehmen und pokulieren, in dieser Reihenfolge verlief dann der gesellige Abend in gewohnt launiger Atmosphäre.  Nach einer Flasche lieblichen Moselweines knickte ich doch sichtlich ein und zog mich dann diskret zurück. Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Klaus, unser Wirt, der selbst begeisteter Motorradfahrer ist, hatte sich zu Beginn unserer Kontaktaufnahme bereit erklärt, uns eine geführte Tour zu präsentieren. Da Klaus kurzfristig verhindert war, sorgte er mit Günter S. für mehr als nur Ersatz.    und dann waren es nur noch 10..... denn Vatti, unser Vizepräsi sonderte sich sogleich mit 4 Damen (Kiki, Moni, Uli und Birgit ab und veranstaltete ein exquisites Damenprogramm: Mit der Bahn fahren, irgendwo shoppen, mit der Moseldampfschifffahrtsgesellschaft zurückschippern und ein Weinfest besuchen. Er weiß wie   Frauenherzen ticken.  Oder hat er etwa Anderes im Sinn??? Klinkenputzen, Anhänger mobilisieren   und Einstimmen auf die kommende Präsi-Wahl ??? Wer weiß!! Allein unsere hard core Bikerin Heike blieb bei der Stange. Ihre fahrerische Qualität wurde von Günter auch unverhohlen anerkannt. Günter erwies sich als absoluter Kenner der Gegend und führte uns über „Bach und Hei(y)den“  in die schönsten Gegenden und bot uns landschaftliche Einblicke und Aussichten sowie Fahrspaß allererster Sahne, der nur durch den teilweise heftigen Regen gemindert wurde. Sehenswert war u.a das Schrumpftal zwischen Hatzenport und Metternich gelegen. Hier reihen sich in einem malerischen Tal Mühle an Mühle. Schade nur, dass keine Möglichkeit zum fotoshooting gegeben war. Dann kam auch noch alpines feeling auf: auf den Strecken Karden-Altstrimmig, Liesenich- Senheim. Kautenbach-Traben-Trabach genossen wir die zahlreich Serpentinen und Haarnadelkurven à la  Stilfser Joch. In einer dieser scharfen und links ansteigenden Kurven schmierte leider Michael ab und landete im seitlichen Graben. Der Boden war glücklicherweise aufgeweicht,  so dass weder Michael noch sein Untersatz Blessuren erlitten. Mit mehreren Mannen wurde die Maschine herausgezogen, wobei sich  Hans auf der linken Wange eine ziemliche Scharte zuzog. Unsere Tour ließen wir nach erneutem heftigen Regen im Klostercafe des ehemaligen Zisterzienserklosters oberhalb Beilsteins ausklingen, wo wir im Klostergarten hausgemachten Kuchen, Kaffee, Cappuccino genossen. Von dort ging es dann straight ahead zurück nach Klotten. Immerhin kamen rund 220 km zusammen und wir voll auf unsere Kosten. Auflösungserscheinungen....   Am nächsten Morgen hieß es nach einem ausgiebigen Frühstück Abschied nehmen. Die ETD von 10:00 Uhr wurde auch prompt eingehalten. Indes zeigte die Phalanx die ersten Auflösungserscheinungen: nach und nach verdrückten sich Barney mit Kiki, Ekki mit Birgit, Olli und Hans. Mit der Option „schnellster Weg unter Ausschluss BAB“ meines Aldi-GPS zogen wir dann ab. Die Tour von rund 290 km sollte nach Berechnung in rund 5:15 Std. zu bewältigen sein. Über weite Strecken befuhren wir die B256, die am Sonntagmorgen kaum frequentiert war. Und so kamen wir ziemlich flott voran. Wie es der Düwel wollte, passierten wir bei unsere Fahrt wiederum den schicksalhaften Kreisverkehr, der uns bereits auf der Anreise leicht aus dem Konzept gebracht hatte. Wir kamen natürlich nicht umhin, hier noch eine Ehrenrunde zu drehen und ihn für die Nachwelt auf die Platte zu bannen. In unseren Annalen wird er künftig als „Barney`s round about“ vermerkt. Nachdem wir uns in Waldbröl erst einmal an einer Pommesbude gestärkt hatten, kam der mehrheitliche Wunsch auf, noch einmal im „Gironimo“ am Möhnesee einzukehren. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten (die Straße zum Möhnesee hatte eine Konjunkturpaket II- Spritze erhalten und war gesperrt) gelangten wir über einen „kleinen“ Umweg dann endlich am Zielort an. Kaum saßen wir, goss es auch aus allen Eimern. Schwein gehabt!!! Irgendwann ist mal der Dampf raus! Die Heimat ruft und so verkürzen wir die Fahrt, indem der klägliche Rest über die die A44/A1 noch einmal richtig Gummi gibt. Die Chaptertour 2010 ist geschafft; es ruft 2011!! Klaboe Chronist Mitglieder Forum Archiv Sonstiges
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