Abschlusstour 2010 BKG 17 on tour Auf den Spuren derer von Hamaland Teil 1: Hamaland ?!!!  Noch nie gehört??!!!  „Wo liegt denn bloß diese Parzelle“, wird sich wohl so mancher Leser fragen, der nicht gerade in unserer Gegend tourt.  Dabei hat die Hamaland- Route – zumindest in unserer Region - einen ziemlichen Bekanntheitsgrad. Doch hier zur Erklärung: Das „Hamaland“ umfasst Gebiete des westlichen Münsterlands und im Parallelverlauf einige Teile der Niederlande. Damit auch noch andere Kommunen an dem „Braten“ teilhaben können, wurde die Route in der letzten Zeit um einige Orte und Tourismusziele erweitert. Sie passiert dabei auf rund 250 km – je nach Variante - einige Male die deutsch-niederländische Grenze. Am 09.10., gegen 10 Uhr, trafen sich Barney und der Chronist, um die Hamalandroute einmal Probe zu fahren. Treffpunkt war Biker´s Farm wo sich gerade ein Rudel  des Lakeside Chapters Germany,  „heimlich“ rund um den Edersee,  sammelte, um wieder die angestammten Gefilde anzusteuern. Was für ein Donnervogel: einer der Piloten lenkte doch tatsächlich eine BOSS-HOSS-V8. Eine imposante Erscheinung, und erst einmal der Sound!!! Gewaltig dröhnte es aus den Subwoofern. Irgendwas um die 57.000 Euro soll sie in DL kosten. Er hatte sie quasi nagelneu  im Internet für „nur“ rund 45.000 Euro geschossen, recht günstig würde ich sagen :-). Die Jungs machten im ersten touch eigentlich keinen üblen Eindruck:  mehrheitlich Graubacken, denen Barney erst einmal eine Nachhilfestunde in Sachen Blueknights erteilte. Kurz nach 10 Uhr ging´s dann los, um die Hamalandroute zu be- und erfahren, die die Basis unserer BKG17-Saisonabschlussfahrt werden sollte. Ob wir sie in der Gänze oder in einer abgespeckten Version becruizen, das sollte dieser Test ergeben. Ganz wichtig: wo finden wir eine passende Jausenstation für die ausgehungerten Recken!!! Der Einstieg in die Route war bewusst in Nähe der Biker`s Farm gelegt; schließlich wollen wir sie gelegentlich Besuchern unseres Chapters in Form einer Führung oder als download in verschiedenen Varianten zur Verfügung stellen. . „Gutes im Schilde“ Wir beginnen die Route  in der Nähe von Groß Reken, und steuern per  Nebenstrecke über Karthaus und Maria Veen an. Von dort aus ging es dann bei guter Beschilderung in Richtung Heiden, Raesfeld und dann weiter nordwärts. Die sechseckige braune Straßenbeschilderung ist im Prinzip überall gut sichtbar angebracht und lässt sich recht gut verfolgen.  Außer,  man hat gerade mal wieder einen neuen Kreisverkehr, eine neue Kreuzung gebaut oder mal eine Straße gesperrt und vergessen, die Beschilderung anzugleichen :-) Beachte: die Route  sollte auf jeden Fall im Uhrzeigersinn angegangen werden, denn die Beschilderung ist nur aus dieser Sicht erkennbar. Unser erstes Etappenziel ist die Bücherstadt Bredevoort, eine niedliche Kleinstadt und im Ortskern  mit kleinen geduckten schnuckeligen Häusen bebaut.  Ein absolutes Muss. Das Örtchen lädt zum Verweilen ein. Vielerorts liegen vor den Häusern Bücher in englischer, niederländischer und auch deutscher Sprache aus, die für`n  Appel und  n`Ei en Gros  feilgeboten werden, meist 1-2 Euro pro Buch.  Im Duzend billiger :-) Bezahlt wird, indem man seinen Beitrag in eine daneben befindliche Schatulle oder in einen Briefkastenschlitz wirft. Mehrmals im Jahr, wie letztens am 23. Oktober,  ist dieser Ort ein El Dorado für Bücherfreaks, denn dort findet ein riesiger Bücher-Ramsch-Markt statt. Also eine gute Gelegenheit für Schnäppchenjäger sich vor dem Winter mit Lesestoff einzudecken. Mittig liegt der „Markt“-Platz, auf dem dann später unsere Mopeds geparkt werden können.  Direkt angrenzend, Ecke Gasthuisstraat, `t`Zand,  befindet sich das bekannte Restaurant Bertram“ mit seiner urig-rustikalen Inneneinrichtung. Im Außenbereich genossen wir bei herrlichem Sonnenschein inmitten zahlreicher netter, älterer hölländischer Rommé- und Klötzchenspieler einen leckeren Kaffee und zogen nach einer gewissen Verweilzeit weiter. Barney hatte bei seinen Recherchen durch einen Nachbarn in Erfahrung bringen können, dass auf der Route, gar nicht weit von Bredevoort eine Mühle gelegen ist, bei der man recht gut speisen könne. Wir machen uns auf den Weg und finden die Pannenkoekmolen  Sevink-Mölle in Winterswijk-Meddo direkt an der Route. Wir „speisen Probe“.  Im  Endergebnis: lecker, preislich jedoch nicht angemessen;  eigentlich nichts für ein schmales Schutzmanns-Budget. Von dort aus folgen wir mit geringfügigen Abweichungen dann weiter der Route. Bei Zwillbrock passierten wir die niederländisch-deutsche Grenze und sehen im Vorbeiflug auf deutscher Seite ein recht einladendes und gut besuchtes Restaurant, das ich in Absprache mit Barney am darauffolgenden Tag nochmals zum Probeessen aufsuchen wollte. Es erwies sich als genau das, was sich ein Blueknight so vorstellt. Die Zeit verging wie im Fluge, wir haben viel gesehen und für gut befunden. Da Barney noch am Abend  einem Grillvergnügen nachgehen musste, verkürzen wir unsere Rückreise und eilen nach Hause. Hoffentlich finden wir am 30. Oktober ähnliche gute Witterungsbedingen vor, so dass unser diesjährige Saisonabschluss zu einem Vergnügen wird. Teil 2: Es ist so weit; das Warten hat ein Ende. An der Biker´s Farm treffen sich am Samstag, dem 30.10.2010 insgesamt 16 Knights mit 15 Mopeds und warten auf den Startpfiff: Barney UliA & Marion, Joti ChrisB, Kiki Marco TIM Wolle Ecki WillyH HansH Klabö Guido Martina Zu unserem Erstaunen und zu unserer ungeteilten Freude: unter den Piloten war doch tatsächlich Bonsai“ Martina, die nun auch nach erfolgreichem Führerscheinerwerb eine eigene Maschine steuerte. Es war quasi ihre erste Fernfahrt. Leider musste  Präsi Holk aus dienstlichen und Vize Vatti aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Auch meine anfängliche Euphorie hinsichtlich des Wetters wurde gedämpft:  `s war diesig, nicht besonders einladend, aber immerhin 10 Grad warm. Während ich mein Garmin-Navi, mit dem ich den Routenverlauf dokumentieren will, aktiviere stelle ich erstaunt fest, dass ich allein im Stillstand schon mal 0,5 m gefahren bin :- ). Dies Ungereimtheiten bei Barney´s Navi sind noch weniger plausibel“, denn TIMTIM führt uns lieber über Bundesstraßen denn lauschige Sträßchen. Erst ein Stücksken A 43, dann B 474 nach Merfeld.  Jetzt haben wir aber den geplanten Anschlusspunkt erreicht, und die ersten braunen Hinweisschilder weisen uns den Weg. Aufgrund des mäßigen Straßenverkehrs kommen wir flott voran. Das Wetter zeigt sich doch noch von relativ angenehmer Seite; die Temperatur stieg stetig an und erreichte allmählich frühlingshafte 13 Grad. Allerdings hatte sich die Sonne entgegen der Wetterprognose (für Münster und Umgebung :-) doch nicht mehr gezeigt. Bei Oeding passieren wir die Grenze, lassen entgegen der Routenempfehlung Klotten rechts liegen und schlängeln uns über lauschige Pfade in Richtung Winterswijk, wo wir wieder unsere normale Route aufnehmen. Um 12:00 erreichen wir den Markplatz von Bredevoort und äugen 5 Biker, die uns offensichtlich erwarteten. Es handelte sich dabei um Barney´s Kollegen und Freunde, die ebenfalls an unserer Tour teilnehmen wollen: Maik, Jürgen1 Jürgen2, Michael, Stefan Wir nehmen die Gelegenheit beim Schopfe, dehydrieren und stärken uns bei Kaffee, Kakao und Kuchen. Um 12:45 Uhr bestiegen wir die Maschinen und nunmehr drehen 20 Maschinen, wohlwollend vom Publikum bestaunt, ab. Und nun geht’s über die typisch holländischen mit Bäumen gesäumten Straßen, durch blitzblanke, aufgeräumte bäuerlich geprägte Landschaften. Hie und dort hätte es sich gelohnt, mal anzuhalten und zu fotografieren; aber leider ist uns das in einer Kolonne nicht vergönnt,  und so kutschieren wir an Pauzen Plaatjes, Hirschen, Rehen und einem Alpaka - das neugierig zu uns herüber schaut - und schnuckeligen bäuerlichen Anwesen vorbei. Nach einer gemütlichen Sightseeing Tour erreichen wir schließlich um 13:45 Uhr das Zwillbrocker Venn, wo wir im Hotel-Restaurant Kloppendiek wie geplant einkehren und uns stärken. Leider wird das Wetter zunehmend schlechter: es fängt an zu pieseln. Nicht nur wegen des Wetters, sondern weil irgendein „Kretin“ auf meiner Sitzfläche einen frischen dicken Klecks Kaugummi hinterlassen hatte, bedurfte es einiger Überwindung mich aufzuraffen. Mein warmer Achtersteven hatte ihn während der Verweilzeit so richtig schön plattgewalzt, so dass sich  daraus eine Art von Klettverschluss gebildet hatte. Ich werde mir dann wohl im Internet Rat holen müssen, wie die hartnäckigen Kaugummireste wieder von meiner Louis-Designer-Hose  entfernt werden können. Aber vielleicht hat ja ein Leser einen Tipp parat. Zunächst folgen wir wie geplant unserer Route.  Let op – Aufpassen war angesagt, weil die Wirtschaftswege aufgrund von Erntetätigkeit teilweise mit Modder versehen waren und es unangenehm glitschig wurde. Zudem waren da ja noch die   Drempels :-) Hinter Enschede entschließen wir uns schließlich, Biker`s Farm auf dem schnellsten Wege anzusteuern, wo uns als krönender Abschluss ein Chapter-Saison-Abschluss-Essen erwartete. Trotz des unpässlichen Wetters (in der zweiten Tageshälfte) war es unisono ein gelungener Saisonabschluss. Die Tour bietet eine Menge an Sehenswürdigkeiten, die aufgrund der Kürze der Zeit aber nicht in Augenschein genommen werden konnten. Anzuführen wären hier u.a. die Wasserschlösser Raesfeld und Velen sowie die Burg Gemen. Allein daraus könnte man eine eigene Themenroute entwickeln. So kamen doch noch rund 240 km zustande. Klaboe Chronist BGK 17 Anbei noch ein Bericht von Tourteilnehmer Maik Tankstopp in den Niederlanden Kraftstoff nachfüllen war bei uns noch nicht nötig, da die Krafstoffblasen noch gut gefüllt waren. Als dann wieder aufgesessen wurde und der Scout zur Abfahrt pfiff, konnten nicht alle Kräder starten. Der Eisenklotz von Jürgen P. gab nach Betätigung des Starterknopfes ein seltsames Geräusch von sich. Statt des satten 1500ccm-Dröhnen gab es nur ein „Klack,Klack,Klack“. Die Miene des Reiters war schlagartig versteinert. Maik P. ahnte schon Schlimmes, da es nicht die ersten „Klack, Klack“ Geräusche waren, die Jürgen’s Eisenhaufen in den letzten Monaten von sich gab, obwohl die Trude diesbezüglich schon einer Fachwerkstatt einen Besuch abgestattet hatte. Kurzum, die Karavane zog ohne drei Mannen los, die Beistand leisteten. Nach einer kurzen Inaugenscheinnahme war klar, es musste die Notfallnummer der Gelben Engel gewählt werden. Da sich die Pannenstelle im Grenzbereich Deutschland / Nierderlande  befand, wurde durch die Zentrale mitgeteilt, dass versucht werde, einen Notfallhelfer aus Deutschland heran zu führen. Ein Rückruf diesbezüglich sollte erfolgen. Nach 90 Minuten war dieser Rückruf der Gelben Engel immer noch nicht erfolgt. Jürgen hatte Zweifel daran, seine korrekte Mobilfunknummer hinterlassen zu haben. Jürgen beauftragte dann Stefan, ihn doch mal eben anzurufen. Dieser Versuch schlug jedoch fehl, da das Mobiltelefon schon einer älteren Bauart war, jedoch aber schon über einen Touchscreen verfügte. Die Tasten des Hörknochens hatten die Arbeit versagt…. Aber wie kann ich jetzt eine Nummer wählen wenn die Tasten sich nicht betätigen lassen??.. Nach langer Suche auf dem Screen konnte die Nummer dann doch gewählt werden… Mit welchem Ergebnis?? Die Mailbox meldete sich am anderen Ende. Wie kann das denn sein?? Jürgen verlor erneut schlagartig die Gesichtszüge… Nach ca. 10 Minuten stellte er dann erschreckend fest, dass er noch auf seinem Telefon die Anrufweiterleitung auf sein Diensthandy aktiviert hatte.. Weiterleitung raus genommen und nochmals bei den Gelben Engeln angerufen. Diese teilten mit, dass gegen 16:00 Uhr der Auftrag weitergegeben wurde. Das Eintreffen würde 45 Minuten dauern.. Es war aber bereits 17:20 Uhr. Gegen 17:30 Uhr traf dann der bestellte Pannenhelfer mit einem Schleppwagen ein. Dieser stieg aus und jedem war klar: Der hat keine Ahnung Erste Frage des Helfers: „ was ist denn los?“ Problem kurz geschildert… Zweite Frage des Helfers: “dann müssen wir die Maschine wohl aufladen oder ???!!!“ MOOOOOOOOMENT, Akku Pack dabei? „Ja habe ich, dann probieren wir das erst mal aus“  Gute Idee….. Dritte Frage des Helfers: „wie komme ich denn am besten an die Batterie??“ Kommentar Jürgen: „am besten von links oder rechts“ Akku Pack angeklemmt und den Anlasser betätigt.. Der Eisenhaufen schüttelte sich kurz, versagte jedoch nach einigen Sekunden wieder den Dienst… Pannenhelfer: “dann wohl doch aufladen!!“ Was dieser jedoch nicht bemerkt hatte: Das Massekabel hatte sich von der Batterie gelöst und auf dem Boden lag. Dies  hatte er auch nicht selbst festgestellt, sondern einer der anwesenden Maschinisten. Kabel wieder angeklemmt und der Eisenhaufen nahm den Dienst wieder auf… Einziger Vorteil dieser Aktion: Die Mannen konnten trocken nach Hause reiten, da Petrus mit den Pannengeplagten ein Einsehen hatte und die Schleusen von oben geschlossen hatte….  Maik Mitglieder Forum Archiv Sonstiges
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